Freitag, 17. August 2007

Digitale Poesie

In der Ausstellung haben wir einige der frühesten Beispiele für experimentelle und Avantgarde-Poesie gezeigt und die Ideen, die dahinter stehen, erklärt. Eines der neueren Felder dieses Genre ist die Internetliteratur. Im Netz verfolgen Schriftsteller ganz unterschiedliche Strategien, um herauszufinden, was für künstlerische Möglichkeiten der Computer und das Internet bieten. Einige dieser Experimente wollen wir in diesem virtuellen Teil der Ausstellung untersuchen.

Da momentan so viele neue Formen ausprobiert und ganz ungleiche Ziele verfolgt werden, ist es unmöglich, eine zusammenfassende Aussage über diese Werke zu machen. Allein die technischen Möglichkeiten, die Computer und ihre Netzwerke gegenüber traditionellen Medien bieten, sind so vielfältig, dass man sie kaum alle erfassen kann.

Dieser „Blog“,als Kunstwerk betrachtet, nutzt bereits eine grundsätzlich neue Funktion des Internets: Den Link. Künstler wie Christophe Bruno experimentieren auch mit Suchmaschinen wie Google, einerseits, um herauszufinden, wie sie funktionieren (the „Google Adword Happening“), andererseits auch, um Gedichte per Suchgenerator zu erzeugen (wie Epiphanie).
Andere Netzartisten zollen den Lyrikern der Konkreten Poesie Tribut (wie Michael Ands Hommage an Konkrete Poeten, Dick Higgins und Emmett Williams), besonders deren Bestreben Buchstaben Leben einzuhauchen, indem sie ausprobieren, wie Computerprogramme dabei helfen können (Brian Kim Steffans „The Dreamlife of Letters“). Eine andere Spielart der Netzpoesie ist das Spielen mit Buchstaben (Bemboos Zoo), das Suchen nach neuen Wegen Geschichten zu erzählen (The Penguin Project) oder das Ausloten der dreidimensionalen Räume im Cyberspace (siehe Dan Webers und Jason Pimples „Five by Five“).
Wieder andere, und dies sind die vielleicht radikalsten, avantgardistischsten Internetkünstler, erforschen künstlerisch die eigene Sprache des Computers, um die Codes und Systeme aufzuzeigen, die hinter allen Prozessen des Rechnens am Rechner stehen (wie Jodi).
Wir wollen Ihnen mit dieser kleinen digitalen Ausstellung keine Analyse der digitalen Poesie bieten oder Ihnen eine uns adäquat erscheinende Herangehensweise für diese Art der Kunst empfehlen. Diese sollen Sie selbst finden. Probieren Sie also ein paar der gesetzten Links in diesem Text oder an der rechten Seite und betreten Sie so eine Welt ganz verschiedener digitalpoetischer Strategien. Wenn ein Pfad Ihnen zu lang oder langweilig erscheint, können Sie jederzeit auf diese Seite zurückkehren und einen neuen Weg einschlagen.
Viel Spaß!

Donnerstag, 26. Juli 2007

Digitale Poesie

In the 'real' exhibition we have shown some of the earlier examples of experimental and avantgarde poetry, as well as discussing some of the ideas behind laying behind it. One of the new fields for experimentational and avantgarde litterature is located on the internet. Here artist are using a variety of strategies to test what artistically possibilities the computer gives. It's some of these experiment that we want to present in this small 'virtual' part of the exhibition.

It's impossible to say something generally about these works being created at the moment since they are so rich in form and have various have goals. Further more they are experimenting with different of the possibilities the computer and internet provide. If this blog was to be seen as an art work though, it would be one that uses the main function of the internet namely the 'link'. Other artists (like Christophe Bruno) are experimenting with search engines like Google, trying to find out how they work (like the Google adword happening) or how they can be used to create poems (like Epiphanies). Other poets are paying tribute to the concrete poets (like Michael Ands hommage to concrete poets like Dick Higgins and Emmett Williams and their intention to make the letters come alive, exploiting the computers actual possibilities of doing that (like Brian Kim Steffans "The dreamlife of letters"). Others are just playing around with letters (like Bemboos Zoo), finding new ways to tell stories (like The Penguin Project) or simply investigate the 3D space (like Dan Weber and Jason Pimples "Five by five").
Others and that perhaps the most radical and real internet avantgardist are exploiting the computers own language, bringing forward the codes and structures that we tend to forget is behind all the processes of the computer (like JODI).

It's not our intention to conclude on any of these project or to guide you through them. Instead we are allowing you to experience them yourself. So try out some of the links (in this text and at the right side) and enter a world of different digital poetic strategies. Feel free just to close the window if it becomes to strange or boring and just return to here and take another way. Enjoy!